Früher alles besser? Internet kaputt, KI außer Kontrolle? – mit Jörg Schieb
Shownotes
Eine Zeitreise mit Blick nach vorn: Christian Spanik und Jörg Schieb fragen, was von den frühen Idealen des Internets geblieben ist und welche Verantwortung Nutzer, Unternehmen und Politik tragen.
Themen im Gespräch:
- Die frühen Online-Jahre: Mailboxen, The Well, Akustikkoppler und die Faszination schneller Kommunikation.
- Vom freien Austausch zur Plattformmacht: Kommerzialisierung, Google als Gatekeeper und die Rolle von Investitionskapital.
- Aufmerksamkeit statt Gemeinwohl: Wie Geschäftsmodelle und Algorithmen Inhalte und Debatten prägen.
- Jugendschutz ohne pauschales Social-Media-Verbot: Schiebs Plädoyer gegen gezielt süchtig machende Mechanismen bei Kindern und Jugendlichen.
- KI-Risiken jenseits von Science-Fiction: Warum Schieb den Fokus auf Aufträge, Zugriffsrechte, sichere Testumgebungen und das Entwicklungstempo legt.
- Die Infrastruktur hinter KI: Rechenzentren, Strom- und Wasserbedarf sowie lokale Proteste in den USA.
- Mehr digitale Eigenständigkeit: RSS, Fediverse und lokale KI-Modelle – mit Möglichkeiten, Grenzen und der Hürde der Bequemlichkeit.
Genannte Werkzeuge für lokale KI: Ollama und LM Studio. Schieb erläutert, dass lokale Modelle etwa Texte schreiben oder E-Mails zusammenfassen können, ohne dafür Daten an einen Cloud-Anbieter zu senden. Sie ersetzen jedoch nicht alle Fähigkeiten der leistungsfähigsten Online-Modelle.
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